Département Var

Das Département Var befindet sich im Südosten von Frankreich und liegt an der Mittelmeerküste in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur (kurz PACA). Seinen Namen hat das Département von dem gleichnamigen Fluss "Var" bekommen, der allerdings seit dem Jahre 1859 nicht mehr zum Département Var gehört.

Das Département Var vereint das pulsierende Leben der Côte d'Azur mit der verträumten Landschaft der Provence. Steile Küsten, feine Sandstrände, versteckte Buchten und nicht zu vergessen die malerischen Städte wie St. Tropez stehen reizenden Orten, einmaligen Naturschauspielen und wunderschönen Sehenswürdigkeiten des Hinterlandes gegenüber.

Es ist genau diese Mischung aus Idylle, Natur, Ruhe und sprudelndem Leben, die das Département Var so attraktiv und facettenreich macht. Zeit, sich auf eine kleine Entdeckungsreise durch das Département Var zu begeben...


Im Herzen der grünen Provence "La Provence Verte"

Zwischen dem Fluss Verdon, dem Ort Sainte Baume und dem Berg Sainte Victoire erstreckt sich die traumhafte Landschaft der "Grünen Provence". Weinberge, prachtvolle Olivenhaine, sanfte Hügel, dichte Eichen- und Kiefernwälder prägen das Landschaftsbild und lassen es in einem saftigen Grün erstrahlen. Die "Grüne Provence" beeindruckt. Sie bietet gerade Naturliebhabern zahlreiche Möglichkeiten, diese malerische Landschaft zu entdecken und diese wunderbar ländliche Idylle zu genießen. Hinzu kommen zahlreiche reizende kleine Ortschaften, provenzalische Märkte und ein reichhaltiges Kulturerbe, die die Besucher in ihren Bann ziehen und den ganzen Charme des Départements Var widerspiegeln.

Städte, Dörfer & ihre Sehenswürdigkeiten

Barjols

Der Ort Barjols liegt wunderschön eingebettet in die Hügellandschaft der "grünen Provence", nur 20 km von Saint-Maximin-La-Sainte-Baume entfernt. Umgeben von Wäldern, Weinbergen und Olivenhainen, schmiegen sich die Häuser des Dorfes sanft an den Hügel. Es ist diese reizvolle Lage, die dem Ort seinen Namen gegeben hat ("schöner Hügel").

Ein Spaziergang durch das Dorf lohnt sich. Steile, enge Gassen, überwölbte Durchgänge, holprige Pflasterwege und sehenswerte Fassaden, teilweise aus Zeiten der Renaissance, prägen das Dorfbild. Immer wieder kommt man an einen Brunnen vorbei. Insgesamt 23 Brunnen unterschiedlichster Größe verteilen sich im Dorf. Sie sind Teil der Entstehungsgeschichte des kleinen Ortes.

Barjols entstand im 12. Jh. Die vielen Flüsse und Quellen in der Umgebung konnten das Dorf nicht nur mit Trinkwasser versorgen, sondern sorgten auch dafür, dass sich zahlreiche Handwerksbetriebe in Barjols niederließen. Im 20. Jh. kam Barjols zu Reichtum. Gerbereien, Papierfabriken sowie eine Loh- und Walkmühle bescherten Arbeitsplätze und Einkommen. Aufgrund des steigenden internationalen Drucks mussten diese leider schließen. Dennoch findet man in Barjols viele Zeitzeugen dieser blühenden Epoche.

Sehenswert ist das reichverzierte Portal des Hauses des "Marquis de Pontèves". Die Renaissancefassade stammt aus dem 16. Jh. und war und ist Ausdruck des Reichtums der Bewohner.

Ein weiteres sehenwertes historisches Bauwerk ist die Stiftskirche "Notre-Dame-de-l'Assomption". Sie wurde 1014 gegründet und zählt zu den ältesten Diozösen.


Bras

Die kleine Gemeinde Bras befindet sich ca. 15 km von Brignoles entfernt. Inmitten der bezaubernden Hügellandschaft der "grünen Provence" schmiegt sich das provenzalische Dorf terrassenförmig an den Hügel und bietet immer wieder einen tollen Blick über die Landschaft und in das Tal. Es sind v. a. die zahlreichen Kirchen und Kapellen in und rund um Bras, die einen Ausflug in das kleine Dörfchen so lohnenswert machen. Teilweise am Ortsrand von Bras gelegen oder thronend über dem Ort geben die Kapellen und Kirchen eine schöne Aussicht in das Tal frei (Kapelle Saint-Pierre, romanische Kapelle Notre-Dame de Bethléem...)

Eine Wanderung durch die Landschaft ist ebenfalls zu empfehlen. So befindet sich ca. 3 km entfernt der 10 m hohe Wasserfall von Tombereau. Hier stürzt der Fluss Argens 10 m tief und fließt mit dem Fluss Cauron zusammen.


Brignoles

Die hübsche Stadt Brignoles liegt ca. 15 km westlich von Saint-Maximin-La-Sainte-Baume. Einst der Sitz der Grafen der Provence, ist Brignoles heute eine äußerst charmante Stadt, die es zu entdecken gilt. Ein Bummel durch die historische Altstadt lohnt sich. Kleine, romantische Plätze, enge Gassen, steile Treppenaufgänge versprühen ein besonderes Ambiente. Teile der ehemaligen Stadtmauer sind erhalten und auch in Brignoles sind über die ganze Stadt zahlreiche Brunnen verteilt. Ende des 19. Jh. gab es um die 100 Brunnen, die die Bewohner mit Wasser versorgten. Heute ist der Großteil der Brunnen trocken gelegt, um das kostbare Wasser nicht zu verschwenden.

In dem früheren Sitz der Grafen der Provence (Palais des Comtes de Provence) ist heute ein Heimatmuseum untergebracht (Musée du Pays Brignolais). Das beeindruckende Bauwerk stammt aus dem 12. Jh. und diente vom 13. bis 15. Jh. als Sommerresidenz der Grafen.


Brue-Auriac

Brue-Auriac ist ein kleines Dorf und liegt ca. 12 km von Saint-Maximin-La-Sainte-Baume entfernt. Der Ort befindet sich im Herzen der grünen Provence und ist von einer bewaldeten Hügellandschaft umgeben. Bekannt wurde das Dorf vor allem durch seinen herrschaftlich wirkenden Taubenschlag aus dem 18. Jh. Dieser ist 22,50 m hoch und hat einen Durchmesser von 12,43 m. Damit ist der Taubenschlag zu der höchste in Europa und hat es im Jahre 1996 in das Guiness Buch der Rekorde geschafft.

Der Taubenschlag wurde im Jahre 1750 duch Georges Roux erbaut, der Brieftaubenzucht betrieb. Bis zu 1.500 Brieftauben waren damals in dem Taubenschlag untergebracht. Sehenswert.


Carcès

Die kleine Gemeinde Carcès befindet sich ca. 30 km westlich von Saint-Maximin-La-Sainte-Baume inmitten einer äußerst reizvollen Landschaft. Das Dorf thront auf einem Hügel und bietet einen schönen Blick auf die umliegende Natur. Weinberge, Wälder, sanfte Hügel wohin das Auge reicht. Dazu noch die direkte Lage an den Flüssen Argens und Caramy - wunderschön.

Carcès ist authentisch geblieben und versprüht geradezu einen mittelalterlichen Charme, den es zu entdecken gilt. Auf einem Spaziergang durch den schönen Ort entdeckt man verwinkelte Gassen, Steintreppen, gewölbte Durchgänge, kunstvoll bemalte Häuserfassaden und zahlreiche Brunnen unterschiedlicher Größe. Hinzu kommen alte Bauwerke wie das Schloss, die Kapelle und das Rathaus, die die Geschichte der Gemeinde untermalen. Carcès ist einfach ein Bilderbuchort.

Ganz in der Nähe von Carcès befindet sich der große Stausee, der Lac de la Fontaine d'Ajonc. Der Stausee ist ein Paradies für Angler. Baden ist hier verboten, so dass man sich in wundervoller Ruhe dem Angelsport hingeben kann. Auch einige schöne Wanderwege rund um den Stausee laden zu einem Auslfug ein.


Correns

Am Ufer des Flusses Argens, ganz in der Nähe der Stadt Brignoles, liegt das kleine Dorf Correns. Wer hierherkommt, der hat ganz bewusst den Weg in das mittelalterliche Dorf gesucht. Denn Correns liegt ein wenig abseits der typischen Touristenstraßen. Es lohnt sich aber, den kleinen Ort aufzusuchen. Nicht nur die Lage am Fuße eines mächtigen Felsens ist beeindruckend, sondern auch das charmante Dorf selbst. Dazu muss man aber erst einmal die alte Steinbrücke "Porte Saint Germain" überqueren. Achtung - sehr schmal!

Im Dorf findet man immer wieder reizende Details aus der mittelalterlichen Vergangenheit des Ortes  wie z. B. die Ruine der Abteikirche (Fort Gibron) oder Überreste der ehemaligen Mehl- und Ölmühe. Fast wie eine Reise in die Vergangenheit... Hinzukommt ein typisch provenzalischer Dorfmittelpunkt mit Rathaus, Kirche und einer leckeren Bäckerei. Wie in allen Ortschaften der "grünen Provence" findet man auch in Correns zahlreiche Brunnen. Sie sind Beweis für den Wasserreichtum dieser Region, auf den die Einwohner sehr stolz sind.

Correns zählt zu dem 1. Biodorf Frankreichs (Village Bio). Alle lokalen Produzenten haben auf einen biologischen Anbau umgestellt, so dass Wein, Honig, Olivenöl, Kräuter, Käse, Geflügel und Getreide alle biologisch angebaut werden.

Tipp: Das "Vallon Sourn" liegt nur einige km von Correns entfernt. Ein Paradies für Naturliebhaber, Wanderer, Kletterer!


Cotignac

Das urige Dorf Cotignac liegt am Fuße einer mächtigen Felswand aus Tuffstein. Der riesige Tufffelsen ist ca. 80 m hoch und 400 m lang. Zahlreiche Höhlen haben sich in den Fels eingegraben. Dazu zählt auch die Höhle "La Salle des Merveilles" - eine 50 m tiefe Höhle mit 200 m langen Gängen. Sie diente einst als Behausung für die Höhlenbewohner und als Versteck und Rückzugsort vor Feinden.

Von den Höhlen bietet sich ein phantastischer Blick auf die Dächer von Cotignac und das Umland - eine wunderschöne, abwechslungsreiche Gegend. Wilde Blumen, Weinberge, jahrhundertealte Olivenbäume und ins Unendliche reichende Wälder wechseln sich hier ab.

Im Südwesten von Cotignac befindet sich auf dem Mont Verdaille die Kapelle Notre-Dame-de-Grâces aus dem Jahre 1519. Sie war einst Pilgerziel von Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch.

Das kleine Dorf Cotignac ist charmant. Bei einem Gang durch den Ort durch enge Gassen trifft man auch hier immer wieder auf einen Brunnen (insgesamt 17) - fast schon ein Wahrzeichen der "grünen Provence", die mit Wasser so reich gesegnet ist.


Entrecasteaux

Das mittealterliche Dorf Entrecasteaux liegt ca. 10 km westlich von Lorgues entfernt. Ein sympathischer Ort - unverfälscht, nicht überlaufen, typisch provenzalisch sympathisch! Viele kleine verschlungene Straßen laden den Besucher zu einem Spaziergang durch den Ort ein und entführen ihn in eine andere Zeit. Enge Gassen, Steintreppen, römische Brücken, alte Mauern, hohe Häuser mit Türen aus dem 17. und 18. Jh., alte Fassaden, vorbei an einer ehemaligen Ölmühle und einer Kapelle aus dem 17. Jh. ... Das Dorf hat nichts von seinem ursprünglichen Charme verloren, der bis in das 11. Jh. zurückreicht. 

Schmuckstück und Wahrzeichen von Entrecasteaux ist aber ein ganz anderes: das Schloss aus dem 17. Jh. Imposant thront es über dem Ort und gibt seinen Besuchern den Blick frei auf die wunderschön angelegte Außenanlage. Diese wurden durch den berühmten Landschaftsarchitekten André Le Nôtre entworfen und begeistert auch heute noch die Menschen. Ein Ausflug zurück in die Vergangenheit...


Forcalqueiret

Der kleine Ort Forcalqueiret liegt ca. 10 km südlich von Brignoles in einem fruchtbaren Tal. Das Dorf genießt eine schöne Lage - sanfte Hügel voller Kiefern- und Eichenwälder, der Fluss Issole, der die Gegend mit Wasser versorgt und das Meer ist auch nicht weit.

In 130 m Höhe thront auf der Hügelkuppe die Ruine des Schlosses von Castellas aus dem 12. Jh. Während der Religionskriege flößte die Festung den Gegnern Furcht und Respekt ein. Eine beeindruckende Festungsmauer umgab damals das Schloss und das mittelalterliche Dorf, um es vor Angriffen zu schützen. Noch heute sind Reste der Mauer sowie Reste von Straßen und Häusern des damaligen Dorfes zu sehen. Im Laufe des 17. Jh. siedelten sich die Bewohner vermehrt im Tal an, wo sich heute auch das Dorf Forcalqueiret befindet. Die Zeiten waren nicht mehr so gefährlich und man zog es vor, in der Nähe der bewirtschafteten Felder zu wohnen.

Eine schöne Wanderung führt am Fuße der Ruine entlang (leicht, ca. 8 km) und gewährt immer wieder tolle Blicke auf die Überreste und die Umgebung.


Fox-Amphoux

Das kleine Dörfchen Fox-Amphoux befindet sich in der Nähe von Barjols. Neben seinem provenzalischen Charme hat der Ort vor allem eins zu bieten - ein tolles Panorama über die sanften Hügel der umliegenden Landschaft und Orte. Schon alleine deswegen lohnt sich ein Zwischenstopp. Sollten Sie auf der Reise in die Verdon-Schlucht sein oder in einen der naheliegenden Orte, so planen Sie auf jeden Fall einen kurzen Aufenthalt in Fox-Amphoux ein. Die tolle Aussicht wird Sie belohnen.

Bei einem Bummel durch den Ort trifft man immer wieder auf enge, verwinkelte Gassen und alte Steinhäuser. Weiter oberhalb befindet sich auf einem Hügel die Ruine des ehemals feudalen Schlosses sowie Reste der damaligen Festungsmauer. Auch von hier bietet sich Ihnen ein wunderschöner Blick.


La Celle

La Celle ist so ein richtig typischer provenzalischer Ort, der den Charme dieser Region in jedem Winkel ausstrahlt. Enge Gassen, schattige Plätze, einen Pétanque-Platz, eine leckere Bäckerei - einfach gemütlich. Mitten durch den Ort fließt der Fluss Caramy. Wie auch die anderen Orte der "grünen Provence" ist La Celle reichhaltig mit Wasser bedacht. Auch hier findet man einige Brunnen, die Ausdruck des Wasserreichtums sind und waren. Überhaupt liegt La Celle in einer fruchtbaren Gegend, in der vor allem Wein angebaut wird. In dem "Maison des Côteaux Varois" kann man die verschiedenen Weine der Region bei einer Weinprobe kosten.

Besonders sehenswert ist die Abtei von La Celle aus dem 11. Jh. sowie die Kapelle "La Gayolle" aus dem 6. Jh. In der Kapelle hat man bei Ausgrabungen einen Sarkophag aus dem 3. Jh. gefunden, der sich nun in Brignoles in der Kapelle Sacré Coeur von Saint Pierre befindet.

La Celle liegt 2 km südlich von Brignoles entfernt.


La Roquebrussanne

La Roquebrussane liegt ca. 30 km von Toulon und der Mittelmeerküste entfernt. Die kleine Gemeinde begeistert ihre Besucher nicht nur mit ihren archäologischen Funden (von der Eisenzeit bis hin zur Zeiten römischer Besetzung), sondern vor allem durch ein traumhaftes Umland. Ganz in der Nähe von La Roquebrussanne befindet sich der Berg "Montagne de La Loube". Mit seinen 834 m überragt er das Dorf und die Issole-Ebene. Da der Berg für Autos gesperrt ist, ermöglichen zahlreiche Wanderwege den Berg mit seiner einzigartigen Pflanzenwelt zu erkunden. Und die ist wirklich vielseitig! Immer wieder kommt man an Aussichtspunkte vorbei, die einen phantastischen Blick auf die tollen Felsformationen und auf die umliegende Landschaft gewähren. Hat man einmal den Aufstieg geschafft, wird man mit einem wunderschönen Panorma belohnt.

Ein weiteres Ausflugsziel befindet sich in ca. 3 km Entfernung von La Roquebrussane. Die beiden Seen " Le Grand und Le Petit Laoucien" bieten den Besuchern eine besondere Flora und Fauna rund um das türkisfarbene Wasser. Das Ambiente ist einfach schön und lädt zu Spaziergängen und vielleicht sogar zu einem gemütlichen Picknick ein.

Naturliebhaber kommen in La Roquebrussane wirklich voll auf ihre Kosten. So bietet das "Plateau d'Agnis" nicht nur viele Wander- und Radwege, sondern gewährt seinen Besuchern immer wieder tolle Ausblicke auf das so bezaubernde Hinterland der "grünen Provence".

Der Jardin d'Elie, geschaffen im Jahre 1932 durch Elie Alexis, kann auf einem Rundgang erkundet werden. Hinweisschilder vermitteln den Besuchern ausführliche Informationen zur Pflanzenwelt.


Le Thoronet

Das charmante Dorf Le Thoronet liegt im Hinterland der "grünen Provence" ganz in der Nähe des Ortes Le Luc. Das Dorf hat seinen Namen durch die berühmte Zisterzienserabtei Le Thoronet erhalten, welche einige km vom Ort entfernt liegt. Die Abbaye du Thoronet wurde zwischen 1160 und 1190 errichtet. Sie zählt mit den Abteien Sénanque und Silvacane zu den berühmtesten romanischen Zisterzienserklöstern der Provence. Wie ihre berühmten provenzalischen Schwestern, wurde die Abtei Le Thoronet bewusst in der Abgeschiedenheit errichtet.

Das Bauwerk spiegelt die Bescheidenheit der damaligen Mönche wider und beeindruckt dadurch seine Besucher um so mehr. Sowohl innen als auch außen wurde auf Dekoration verzichtet. Das Kloster wurde schlicht gehalten: einfache Kirchräume, wuchtige Bögen, wenige Fensteröffnungen. Lediglich die Fensteröffnungen und das dadurch eintretene Licht beleben das Kloster.

Zu Beginn beherbergte die Abtei ca. 20 Mönche und einige Laienbrüder. Heute ist das Kloster unbewohnt und wird nach und nach restauriert. Aufgrund seiner besonderen Akustik findet einmal im Jahr ein Treffen mittelalterlicher Musik statt.


Le Val

Wie der Name des Ortes schon vermuten lässt, liegt Le Val im Tal, nur 5 km nördlich von Brignoles entfernt. Eingebettet in eine Landschaft aus sanften Hügeln genießt der Ort nicht nur ein schönes Umfeld, sondern auch eine zentrale Lage. Von hier ist man sowohl schnell im Hinterland der "grünen Provence" als auch schnell an der Mittelmeerküste.

Bei einem Spaziergang durch Le Val kann man die Einflüsse des Mittelalters und der Römer entdecken. Sehenswert ist das alte Waschhaus aus dem 16. Jh., zahlreiche Brunnen, der Durchgang "Portail de la Dîme", die bunten Häuserfassaden und viele gewölbte Durchgänge. Empfehlenswert ist auch das Kunst- und Spielzeugmuseum sowie das Santon-Museum. Das Santon-Museum zeigt typisch provenzalische Krippenfiguren (Santons) - bunt bemalt oder sogar mit Stoffkleidern bekleidet. Sehenswert!

Fährt man ca. 3 km in Richtung Carcès, so gelangt man zu dem Wasserfall von Grand Baou - sehr schön zum Baden.


Saint-Maximin-La-Sainte-Baume

Saint-Maximin-La-Ste-Baume ist mit knapp 15.000 Einwohnern eine kleine Stadt im Département Var und liegt ungefähr 40 km süd-östlich von Aix-en-Provence.

So klein die Stadt auch ist, eine Reise dahin lohnt sich in jedem Fall. Denn hier findet man die schönste und größte gotische Kirche der Provence: die großartige Basilika Sainte-Marie-Madeleine. Der Legende nach wurde hier die heilige Maria Magdalena zu Grabe getragen, deren Grab sich in einer Gruft unter der Kathedrale befinden soll. In der Basilika befindet sich des Weiteren eine der größten Barockorgeln Frankreichs, die Orgelliebhaber begeistern wird.

Auf der Nordseite der Basilika befindet sich das Hotel "Le Couvent Royal" - ein ehemaliges Kloster aus dem 13. Jh. Das Hotel wurde um den beeindruckenden Kreuzgang herum erbaut, der heute genau das richtige Ambiente für ein Gourmet-Restaurant bietet. Von hier hat man auch Zutritt zu dem Klostergarten mit seinen jahrhunderte alten Bäumen.

Die kleine Stadt Saint-Maximin-La-Sainte-Baume lädt zum Flanieren und Bummeln ein. In der Fußgängerzone findet man einige schöne Boutiquen und Cafés, so dass die Stadt nicht nur ein kulturelles Highlight darstellt, sondern auch mit einer gemütlichen Atmosphäre beeindruckt. Lohnenswert!


Toulon

Die Stadt Toulon ist die Hauptstadt des Départements Var und liegt an der Mittelmeerküste, ca. 70 km südwestlich von Marseille entfernt. Hier befindet sich der Heimathafen der französischen Marine im Mittelmeer. Dieser Hafen war und ist wichtigster Bestandteil der Stadt. Vielleicht ist das der Grund, warum Toulon nicht so von Touristen aufgesucht wird, wie andere Städte. Dabei hat die Hafenstadt Toulon einiges zu bieten. Denn auch hier findet man den Charme der Provence wieder. So ist die Altstadt von Toulon durch und durch provenzalisch und verzaubert mit südländischem Flair, Farben und Düften. Zahlreiche Plätze laden dazu ein, gemütlich einen leckeren Café au lait zu trinken und die umliegenden Boutiquen und Bauwerke zu besuchen. Ein Bummel durch die Stadt, der sich lohnt...

Besonders sehenswert ist die Oper von Toulon, die im Jahre 1862 erbaut wurde. Nach der Pariser Oper ist sie die zweitgrößte Oper Frankreichs. Mitten in der Altstadt befindet sich die Kathedrale "Notre-Dame-de-la-Seds de Toulon", erbaut im 11. Jh. Sie war und ist Sitz des Bischofs von Toulon.

Vor den Toren von Toulon erhebt sich der Mont Faron (584 m), der unter anderem per Seilbahn erreicht werden kann. Von hier bietet sich Ihnen ein toller Panoramablick über die Dächer der Stadt und die umliegende Landschaft. Vielleicht entdecken Sie von hier die ein oder andere Burg, die hier ehemals erbaut wurde und in denen die Einwohner Schutz vor Angreifern gesucht haben... 

Toulon bietet wahrhaft wundervolle Sandstrände. Schon alleine deswegen lohnt ein Zwischenstopp, denn hier sind die Strände nicht überfüllt, sondern werden hauptsächlich nur von Einheimischen aufgesucht. Toulon hat einiges zu bieten. Man muss sich aber die Zeit nehmen, die Schätze der Hafenstadt zu erkunden.


Varages

Der kleine Ort Varages liegt an einem Tufffelsen. Über Jahrtausende hat hier die ergiebige Quelle La Foux nicht nur ihre Spuren hinterlassen, sondern den Ort auch mit Wasser versorgt. Noch heute befinden sich zahlreiche Brunnen in Varages und sind Symbol für den Wasserreichtum.

Unter Einfluss der Natur kamen immer wieder Lehm und Sand zum Vorschein. So ist es nicht verwunderlich, dass sich schon früh Steingutfabriken ansiedelten (17. Jh.) und Varages zum "Land der Töpfer" machte. Diese Handwerkskunst wird auch noch heute ausgeübt. Bei einem Spaziergang durch den Ort kommen Sie an vielen kleinen Läden vorbei, die die unterschiedlichsten Steingut-Keramiken anbieten. Alle, die mehr von dieser Kunst und der damit verbundenen Geschichte von Varages erfahren möchten, können das Museum für Steingut-Keramik besuchen.

Bei einem Bummel durch Varages sollten Sie auch immer mal wieder einen Blick auf das Umland werfen. Aufgrund seiner Hanglage bietet sich Ihnen eine schöne Aussicht auf die umliegenden Hügel und Wälder.


Natur & Landschaft

Verdon Schlucht - der "Grand Canyon du Verdon"

Die Verdon-Schlucht ist ein Naturerlebnis der besondern Art, das man nicht so schnell vergessen wird. Spektakuläre Schluchten von 250 bis 700 m Tiefe, dazu ein smaragdgrüner Fluss, der sich durch das Massiv schlängelt, erwarten den Besucher.

Der Fluss Verdon entspringt in 2.150 m Höhe im Massiv von Sestrière und fließt nach 170 km in die Durance. Auf seinem Weg durch die Voralpen hat er eindrucksvolle Schluchten geschaffen – einen Grand Canyon in Frankreich.

Die Schluchten sind ein Paradies für Wanderer (Schluchtenwanderungen), Kletterer (Steilwandklettern) und Wildwassersportler (Kanu, Kajak, Rafting). Aber auch Besuchern, die es ruhiger wollen, hat die Verdon-Schlucht einiges zu bieten. So bieten die Höhenstraßen traumhafte Aussichten, die Stauseen ein entspanntes Bad (z. B. Lac de Ste-Croix) und die umliegenden Felsdörfer laden zum Bummeln ein. Die Verdon-Schlucht ist sicherlich ein Höhepunkt der Provence-Reise.